YamYams-World

Meine Verbindung in die restliche Welt

Hausschuhe im Kühlschrank!

Wie ist das schön, endlich wieder den normalen Alltag zu haben. Ich habe schon im letzten Beitrag erwähnt, dass am Montag President’s Day war. Die Mädchen hatten demnach keine Schule und blieben zu Hause. Ich durfte zum Glück eine halbe Stunde länger schlafen und habe erst um acht Uhr angefangen zu arbeiten.
Als ich aus dem Fenster schaute, war es schon am schneien und daher haben wir den Tag größtenteils wieder im Haus verbracht. Unter anderem haben wir mal wieder UNO gespielt.
Meine Host Mum musste auch nicht arbeiten, hat die Kinder aber ganz mir überlassen. Das fand ich richtig behämmert. Ich habe wirklich nichts dagegen einzuwenden, mich mit den Mädchen zu beschäftigen, schließlich ist das mein Job. Aber sie ist und bleibt die Mutter der beiden und sie sieht Ella und Claire sonst nur für höchstens vier Stunden am Tag. Da könnte man eigentlich annehmen, dass sie an einem freien Tag, etwas mit den Mädchen unternehmen würde. Aber Pustekuchen! Sie ist lieber ihren eigenen Aktivitäten nachgegangen.
An dieser Stelle möchte ich einfach mal meiner Mama danke sagen, die so oft ihre eigenen Interessen für uns hinten angestellt hat und ganz und gar für uns Kinder da war. Vielen Dank dafür Mama! Meine Brüder werden mir hier bestimmt auch zustimmen.
Zum Mittagessen ging es wieder mal zum Whole Foods. Ich mochte den Laden richtig gerne und bin dort immer gerne Essen gegangen. Dem ist aber nicht mehr so. Am Montag habe ich nämlich eine kleine Metallniete in meinem Essen entdeckt. Ich hab keinen Plan, wie die da rein gekommen ist. Auf jeden Fall kann ich glücklich sein, dass ich sie nicht verschluckt habe. Mir ist trotzdem der Appetit vergangen und mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich daran denke. So bald werde ich dort nicht mehr essen gehen. Wenigstens habe ich mein Geld wieder bekommen.
Am Abend wollte die Mutter dann doch mit ihren Töchtern ein Spiel spielen, aber das war den Mädchen so was von egal. Schließlich hatte ich ihnen vorher erlaubt, dass sie ihre Screentime haben dürften. Und Fernsehen ist in diesem Alter eben wichtiger als die eigenen Mutter.
Immerhin gab es zum Abendessen mal wieder selbstgekochtes Essen. Das hat Claire überhaupt nicht zugesagt und so war es nicht einfach, sie zu ein paar Löffeln Suppe zu überreden.

Ich hatte inständig gehofft, dass am Dienstag wieder beide Kinder zur Schule gehen würden. Diese Hoffnung hat mein Host Dad ziemlich bald nach meinem Arbeitsanfang zerstört. Ella hatte gar keine Schule und Claires Schule fing zwei Stunden später an. Ihr könnt euch meine Begeisterung vorstellen. Wenigstens hatten wir so keinen Stress am Morgen.
Als ich Claire zur Schule gefahren habe, hat es geschüttet, als ob die Sinflut wiederkehren würde. Ein Bach war so voll, dass er sogar quer über die Straße floß. By the way, alle Straßen waren frei und Schnee war auch nicht angesagt. Daher habe ich absolut nicht verstanden, warum Ella keine Schule hatte.
Den Morgen haben wir mal wieder mit Lesen verbracht. Ihr Ziel war es, drei Stunden an diesem Tag zu lesen. Dagegen hatte ich nichts einzuwenden. Also saßen wir beide mit unseren Kindles im Wohnzimmer und jeder hat ab und zu mal aufgelacht, wenn wir an eine lustige Stelle in unseren Büchern kamen. Sie hat mir die lustigen Stellen auch laut vorgelesen. Ich habe das lieber unterlassen, da mein Buch nichts für ihr Alter ist.
Wir wollten grade Mittag essen – diesmal zu Hause – als die Nachbarin mir zurückschrieb, dass sie mit ihren Töchtern auswärts essen gehen würde und sie dann alle ins Kino gehen würden, ob Ella nicht Lust hätte, mitzukommen. Ella hatte natürlich Lust und ich hätte die Nachbarin am liebsten gedrückt, da ich dadurch drei Stunden Verschnaufspause einlegen konnte.
Das klingt immer so, als wenn ich keine Freude an der Arbeit hätte oder ich einfach nur eine total schwere Aufgabe hier hätte. Ich bin mir sicher, dass viele von euch viel länger und härter arbeiten müssen, als ich es muss. Mein Problem ist einfach nur, dass der Tag so langsam vergeht, wenn man nicht wirklich was zu tun hat.
Als ich Claire wieder abgeholt hatte, schien die Sonne von einem strahlend blauen Himmel herunter. Das Wetter hat echt verrückt gespielt. Am Wochenende bis zu minus 12 Grad mit eisigen Winden, am Montag Schnee, in der Nacht Eisregen, am Dienstagmorgen ein Wolkenbruch und am Nachmittag strahlend blauer Himmel.

Am Mittwoch durfte dann auch Ella wieder in die Schule. Und das ist eigentlich das Einzige, was ich über diesen Tag zu berichten habe. Es war einfach nur ein total normaler Arbeitstag. In meiner Off-Zeit habe ich seit langer Zeit mal wieder ein neues Lied auf der Gitarre erarbeitet. Das habe ich richtig genossen. Genauso wie das Skypegespräch mit meiner Freundin, die momentan leider im Abistress versinkt. Kopf hoch, meine Liebe, du packst das! Das gilt natürlich auch für alle anderen Leser, die momentan im Abi stecken. In einem Jahr werdet ihr erleichtert und mit einem Grinsen an diese Zeit zurückdenken.
Ich musste eine Stunde länger arbeiten und den Kindern somit auch Abendessen zubereiten. Dreimal dürft ihr raten was es gab! Richtig, die Suppe von Montag, die wir noch übrig hatten. Claire war so begeistert davon, dass sie fast während dem gesamten Essen durchgeheult hat. Ich habe währenddessen knifflige Matheprobleme im Kopf mit Ella gelöst, zum Beispiel wie viel ist drei geteilt durch drei. 🙂
Claires Laune hat sich ein bisschen gehoben, als die Babysitterin rein kam. Sie hat nämlich ab sieben Uhr übernommen. Claire hat danach sogar ihre gesamte Suppe aufgegessen, damit sie auch noch das letzte Stück Brot haben durfte.

Und damit hat die nächste Zeitperiode angefangen, wo die Kinder von einer Aufsichtsperson zur nächsten gereicht werden. Meine Gasteltern sind nämlich ab heute beide auf Geschäftsreise – mein Host Dad musste gestern schon los. Also geht es eigentlich fast bis zum Ende nächster Woche zwischen mir, der Babysitterin, den Großeltern, tagsüber den Lehrer und ab und zu auch mal zwischen der Mutter hin und her. Kein Wunder, dass die Kinder sich manchmal so untypisch für ihr Alter
verhalten.

P.S.: Jetzt habe ich schon wieder vergessen auf den Titel einzugehen. Claire nimmt neuerdings immer Hausschuhe mit in die Schule. Die bringt sie dann in ihrer Lunchbox wieder mit nach Hause. Sie werden aber nicht raus genommen und so kommen sie einfach mit in den Kühlschrank, wenn die Box wieder für den nächsten Tag gepackt in den Kühlschrank gestellt wird.

9 Kommentare

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    I love you,

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  2. Mama

    Liebe Mirjam,
    ich freue mich zu lesen, dass du dein Essen zurückgebracht hast um dein Geld wieder zu bekommen. Du lernst dich selbst zu behaupten und für dich einzustehen.
    Es ist immer wieder interessant von dir zu lesen, wie dein Herz für die Kinder schlägt und du versuchst, eine Familie herzustellen.
    Danke für dein Lob!

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  3. YamYamsWorld (Beitrag Autor)

    Es bricht mir jetzt schon das Herz, die Kinder in ein paar Monaten zurücklassen zu müssen. Am liebsten würde ich sie einfach nur in den Arm nehmen und sie nie wieder loslassen müssen und sie vor allem Übel der Welt zu bewahren.

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