Basketball mal anders!

Basketball mal anders!

Normalerweise springt ein Au pair nicht gerade in die Luft, wenn es heißt, dass sie am Wochenende arbeiten muss. Vorletzen Samstag hat es mir aber absolut nichts ausgemacht, zu arbeiten.
Meine Gastmutter und Angie haben einen Mutter-Tochter Ausflug in die Berge gemacht. Von daher durfte ich Ryan und seinen besten Freund zu einem Basketballspiel begleiten. Wir hatten erst etwas Probleme mit dem Ausdrucken der Tickets, aber am Ende hat Ryan es dann doch hinbekommen. Dabei hat er leider das Ticket fürs Parken übersehen und daher mussten wir vor Ort zwanzig Dollar fürs Parken bezahlen.

Das Spiel fand in der Philips Arena in Downtown Atlanta statt und es handelte sich nicht um ein normales Spiel. Auf dem Platz standen nämlich die Harlem Globetrotters – eine Basketball-Showtruppe. Dieses Team kombiniert athletisches Können mit einer großen Portion Humor und Comedy.
So wird das gegnerische Team gegen die Regeln verstoßend ausgetrickst, der Schiri wird nicht ernst genommen und nachgeäfft und selbst die Zuschauer wurden mit einbezogen. Mit zwei Zuschauern wurde eine Tanzeinlage hingelegt und manche Kinder durften auch einmal einen Korb erzielen.
Meine Highlight war, als sie einmal Zurückspulen nachgestellt haben, nur um dann die gesamte Szene in Slow Motion noch einmal nachzustellen.
Ich habe selten so viel gelacht bei einem Basketball Spiel.

Meine darauffolgende Arbeitswoche war wieder vom Alltag bestimmt. Angies Spring Break war vorbei und so hieß es für sie, wieder in die Schule zu gehen.
Ich musste in dieser Woche sogar noch mehr fahren, da das Auto meiner Gastmutter kaputt ist und ich sie deswegen manchmal zu ihrem Büro in Buckhead fahren musste.
Am Donnerstag wollten Vivienne und ich wieder zu der College Group in Downtown gehen. Es war etwas stressig, bevor ich off gehen konnte und wir hatten schon Sorge, dass wir zu spät kommen würde.
Die Sorge war total unbegründet, wie sich herausstellen sollte. Die Gruppe fand an diesem Abend nämlich gar nicht statt, da es Spring Break für die Colleges war. Darüber hatte uns aber keiner informiert.
Wir haben uns trotzdem einen schönen Abend gemacht. Zum Ende haben wir uns noch einen Milkshake geleistet. Wir beide haben uns einen Milkshake mit M&Ms bestellt. Vivienne hatte am Ende aber gar keine in ihrem und ich hatte die doppelte Portion an M&Ms in meinem 🙂

Am Freitag hatte ich nicht so viel zu tun. Ich habe die Kinder morgens in die Schule gefahren und habe anschließend die Wäsche gemacht. Dann war ich auch schon fertig mit arbeiten. Angie musste ich nicht abholen, da sie nach der Schule zu einer Freundin gegangen ist. Und Ryan wurde von seinem Vater abgeholt.
Abends waren Grace und ich zu einem Geburtstagsessen eingeladen. Die Leiterin unserer Small Group hatte Geburtstag und sie hatte mal wieder ein super teures Restaurant ausgesucht 🙂 Grace und ich haben uns super underdressed gefühlt und am Anfang hatten wir auch nicht so viel Spaß. Aber zum Glück saßen wir mit unseren Freundinnen zusammen und am Ende ist es doch noch super lustig geworden und wir waren erst gegen ein Uhr in der Nacht zu Hause.

Der Samstag war auch bereits ausgeplant. Um 11 Uhr habe ich mich mit Grace, Vivienne, Monje und Andrea getroffen – alle sind von Süd Afrika. Gemeinsam sind wir nach Downtown gefahren, um ein Rugby Spiel anzuschauen. Grace meinte, ich müsste unbedingt einmal eins sehen.
Sehr viel haben wir dann aber nicht vom Spiel mitbekommen, da wir uns lieber unterhalten haben und neue Bekanntschaften mit den Leuten um uns herum geknüpft haben.
Ich musste außerdem ganz dringend auf Toilette und da es bei dem Sportplatz keine Toiletten gab, sind wir bereits in der Halbzeit weitergefahren.

Der nächste Stop auf unserer Liste war Hooters. Dabei handelt es sich um eine relativ bekannte Restaurant-Kette. Wenn ihr den Film „Urlaubsreif“ mit Adam Sandler kennt, wisst ihr bestimmt, dass man dort nicht sein erstes Date haben sollte 🙂
Hooters sagt zwar von sich selbst, dass es ein Restaurant für Familien sei, aber ich würde dort keine Kinder mit hinnehmen. Die Kellnerin sind sehr spärlich bekleidet. Sie tragen hautenge Tops mit einem weiten Ausschnitt und Shorts, die nicht sehr viel vom Hintern bedecken. Auch das Fernseheprogramm dort war nicht für Kinder zugeschnitten. Aber wir haben uns gedacht, dass man mindestens einmal dort gegessen haben muss.
Ich hatte mir Nachos mit Chili, Sour Cream und noch anderem Zeug drauf bestellt. Die Portion war riesig, aber ich habe trotzdem alles aufgegessen und mich damit heillos überfuttert 🙂 Ich lerne es auch nie.

Weiter ging es zum Midtown-Sign, wo wir jede Menge Fotos gemacht haben. Dabei sind ein paar richtig gute Fotos bei raus gekommen und am Ende waren alle unsere Handys leer.

Der Sonntag war etwas entspannter. Ich konnte ausschlafen und hatte danach das gesamte Haus für mich. Später hat mich Grace abgeholt und wir sind zu Crema – unserem Lieblingscafe – gefahren und danach zur Kirche.
Die Musik war mal wieder erste Sahne und die Predigt – oder Message, wie man hier sagt – war auch richtig gut.
Danach ging es mit den College Leuten zu Panera Bread zum Abendessen. Wir hatten richtig viel Spaß und haben viel gelacht. Und natürlich haben wir auch wieder neue Leute kennengelernt. Das ist immer der beste Part.

Ein Gedanke zu „Basketball mal anders!

  1. Hallo Mirjam!

    Es freut mich, dass ihr soviel Spaß miteinander habt und du die übrig bleibende
    Zeit genießen kannst.
    Danke für die Fotos, da kann ich mir doch mehr vorstellen, wenn du von den Mädels
    schreibst oder erzählst.

    Dicken Kuß
    Mama

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