Von Palmen und Schnee (Part I)

Von Palmen und Schnee (Part I)

In den letzten Wochen war ich nicht sehr viel zu Hause. Das lag daran, dass ich ein paar Kurztrips und ein paar Tagesausflüge unternommen habe. Unteranderem war ich für vier Tage auf Jeju-Do, der Lieblingsinsel der Koreaner. Die Insel befindet sich südlich vom äußersten Zipfel des Festlandes und ist bei neuvermählten koreanischen Paaren ein beliebtes Ziel für die Flitterwochen. Sie trägt den Spitznamen „koreanisches Hawaii“, da es sich um eine Vulkaninsel handelt.

Der ursprüngliche Plan sah so aus, dass Daniel und ich mit einer koreanischen Freundin zusammen auf die Insel reisen wollten. Das Gute an dem Plan war, dass wir dann nicht nur jemanden gehabt hätten, der sich auf der Insel auskennt, sondern auch gleich eine Unterkunft gehabt hätten. Ihre Familie besitzt nämlich ein Haus auf Jeju. Der Plan scheiterte daran, dass die Freundin arbeitsbedingt leider doch nicht mitkommen konnte.
Daher ging es nur zu zweit an einem Sonntag Mitte November per Flieger auf die Insel. Als Ausländer in Korea sind wir es gewohnt, häufiger angestarrt zu werden. Im Flughafenbereich für Inlandsflüge war es aber noch einmal eine andere Nummer. Man hat sich schon fast wie eine Rarität gefühlt. Zudem waren gefühlt 95 Prozent unserer Mitreisenden höheren Alters. Die starren gefühlt ein bisschen auffälliger als die jüngere Generation.
Da unsere koreanische Freundin das online Check-In für uns übernommen hatte, da sie im Vorfeld auch für uns die Tickets besorgt hatte, hatte ich kein Wahlrecht bei der Sitzplatzauswahl. Zudem bevorzugt Daniel mit seiner Körpergröße einen Platz am Gang, was sie berücksichtigt hatte. Mir blieb daher also nur der Platz in der Mitte. Beim Boarding blieb der Fensterplatz frei und in mir stieg die Hoffnung, dass der Sitz komplett frei bleiben würde. Da unsere Freundin ihr Ticket kurzfristig storniert hatte, dachte ich, dass die Chancen ganz gut stünden, dass ich doch noch einen Fensterplatz haben könnte. Aber natürlich belegt die Person, die als letztes das Flugzeug betrat, den Platz neben mir. Zum Glück war es nur ein einstündiger Flug von Daegu nach Jeju.

Um neun Uhr morgens kamen wir auf der Insel an. Der Flughafen von Jeju befindet sich im Norden der Insel in der Stadt namens Jeju-si. Direkt vorm Flughafen wurden wir von Palmen begrüßt.

Wir entschlossen uns dazu, erst einmal Jeju-si ein bisschen zu erkunden, bevor wir uns zu unserem Hotel aufmachen wollten. Mit dem Bus sind wir ein kurzes Stück zur westlichen Küstenseite der Stadt gefahren und sind dort ein bisschen durch die Gegend geschlendert. Dabei haben wir eine kleine süße Bucht entdeckt und eine Sehenswürdigkeit namens „Dragon Head Rock“. Dabei handelt es sich um eine vulkanische Felsformation an einer kleinen Klippe, die aussieht wie der Kopf eines Drachen. Um den Felsen zu sehen, musste man ein paar Stufen nach unten steigen. Daniel hatte dazu in dem Moment nicht die Motivation für und daher habe ich mir die Felsformation alleine angeschaut.

Danach wollten wir uns ein kleines Frühstück gönnen und sind in ein Café mit Meerblick gegangen. Das war das seltsamste Café, in dem ich bis jetzt in Korea war. Im Erdgeschoss haben wir uns ein Stückchen Gebäck bestellt und wollten eigentlich auch noch ein Getränk dazu bestellen. Nur haben wir keine Getränke auf der Karte gefunden. Als die Angestellte unsere Verwirrung bemerkte, erklärte sie uns, dass wir für ein Getränk in den ersten Stock müssten. Wir nahmen also unser Gebäck, dass auf einem Tablett ohne Teller und nur mit Plastikgeschirr serviert wurde, und machten uns auf in den ersten Stock. Die Getränkekarte überzeugte uns aber so überhaupt nicht, vor allem nicht die teuren Preise, und daher machten wir uns wieder auf den Weg ins Erdgeschoss. Dort suchten wir uns einen Sitzplatz mit Meerblick und aßen unser lieblos serviertes Gebäck. Das war, glaube ich, die erste negative Café-Erfahrung in Korea für mich.

Mehr oder weniger gestärkt, ging es dann im Bus auf die andere Seite der Insel. Die Fahrt hat fast zwei Stunden gedauert und wir wurden ordentlich hin- und hergeworfen, da die Straßen sehr kurvig waren und der Busfahrer auch nicht gerade einen sanften Fahrstil hatte. Während Daniel geschlafen hat, da er noch eine Nachtschicht bei sich auf der Arbeit in den Knochen stecken hatte, genoss ich die Landschaft. Wie sehr habe ich Wälder, Wiesen und Pferde vermisst. Sogar ein paar Rehe habe ich gesehen.

In der Stadt Seogwipo angekommen, stellten wir unser Gepäck ab und gingen erst einmal etwas Essen, da das Frühstück doch etwas trostlos gewesen war. Es war allerdings gar nicht so einfach, ein Restaurant zu finden, das geöffnet hatte. Auf Jeju ticken die Uhren anscheinend anders als auf dem so beschäftigten Festland. Sonntag wird demnach lose als Ruhetag auf der Insel gehalten. Nach ein bisschen auf KakaoMap suchen, haben wir doch noch ein Sushi-Restaurant entdeckt, das Abhilfe gegen unseren Hunger leisten sollte.

Nach dem Mittagessen ging es wieder zum Hotel und nach ein einer kurzen Wartezeit, war die Rezeptionisten so lieb, uns bereits einchecken zu lassen, obwohl es noch nicht ganz drei Uhr war. Wir ruhten uns ein bisschen aus, bevor wir mit neuer Energie auf Entdeckungstour gingen. Die Entdeckungstour war mehr oder weniger ein einfacher Spaziergang durch die Nachbarschaft. Vom Hotel aus haben wir einfach den Weg in Richtung Meer eingeschlagen. Unser Weg führte uns durch einen Park und an einigen Mandarinen-Felder vorbei, die direkt an Wohnhäuser angeschlossen waren. Die Bäume waren überladen mit reifen Früchten. Die Ernte schien wohl kurz bevor zu stehen. Wir haben aber nicht nur Unmengen an Mandarinen gesehen, sondern auch Unmengen an Spinnen und Spinnennetzen. Anscheinend bieten Mandarinen-Plantagen die perfekten Lebensbedingungen für die kleinen achtbeinigen Tierchen. Wenn ihr bei dem Bild unten heranzoomt, könnt ihr einige von ihnen über den Bäumen in ihren Netzen hängen sehen.

Als wir am Küstenpfad angekommen sind, sind uns erst einmal mehrere asiatische Reisegruppen begegnet. Solche Reisegruppen sollten uns noch häufiger auf Jeju begegnen. Jeju ist nämlich nicht nur bei den Koreanern ein beliebtes Reiseziel, sondern unter anderem auch bei den Japanern, Chinesen, Vietnamesen und Thailändern. Westliche Touristen sind da eher in der Minderheit und dadurch haben wir mal wieder sehr viele Blicke auf uns gezogen – nicht nur von den Koreanern, sondern auch von den asiatischen Touristen.
An dem Abend waren die Mitglieder der Reisegruppe zum Glück auf dem Weg zurück zu ihren Bussen und so waren wir bald fast ganz alleine auf dem Küstenweg unterwegs. Wir haben die Aussicht genossen und einige Bilder gemacht.

In der Zwischenzeit wurde es immer dunkler und der Weg war leider nicht beleuchtet. Da wir nicht den selben Weg zurückgehen wollten, den wir gekommen sind, sind wir nach einiger Zeit vom Pfad in Richtung Straße abgebogen und zur nächsten Bushaltestelle gegangen. Allerdings hatten wir unseren Bus knapp verpasst und daher stellten wir uns aufs Warten ein. Allerdings scheinen auch die Busfahrer auf Jeju lockerer zu sein als auf dem Festland und so gabelte uns ein Bus auf, der an dieser Haltestelle sonst gar nicht hält. So waren wir nach ein paar Minuten wieder in der Nähe von unserem Hotel und machten uns auf die Suche nach unserem Abendessen. Wir wanderten durch die Straßen und landeten irgendwann auf einem abendlichen Markt. Während ich es dort ziemlich interessant fand und sogar überlegte, mir dort etwas zu Essen zu kaufen, lief Daniel im schnellen Schritt durch die Menschenmengen. Um ihn nicht zu verlieren, musste ich daher leider auch einen Schritt zulegen. Wir entschlossen uns dazu, unser Abendessen nicht auf dem Markt zu kaufen und stattdessen lieber zu KFC zu gehen. Wir hatten schon viel Gutes vom koreanischen KFC gehört, nur war uns in Daegu leider noch keiner untergekommen. Daher wollten wir es endlich einmal ausprobieren. Während Daniels Essen auch sehr schnell fertig war, musste ich ziemlich lange warten. Ich durfte also mit ordentlich Kohldampf dabei zuschauen, wie Daniel sich bereits über sein Essen hermachte. Zeitweise hatte ich sogar Angst, dass sie meine Bestellung komplett vergessen hätten, aber nach einer anscheinend für mich nie enden wollenden Wartezeit, war dann schließlich auch meine Bestellung fertig. Das Essen war lecker, auch wenn mein Wrap etwas sehr armselig gerollt war.
Später im Hotel stellten wir übrigens fest, dass alle Klimaanlagen im Hotel auf Heizen umgestellt waren. Das untere Temperaturlimit, das man einstellen konnte, belief sich auf satte 25 Grad Celsius. Viel zu warm für mein Empfinden und daher blieb die Klimaanlage aus und das Fenster stattdessen weit offen.

Der nächste Morgen fing mit einem Frühstücks-Buffet im Hotel an, das bei der Buchung als asiatisches und westliches Frühstück angegeben wurde. Daher gab es sowohl Reis, asiatische Fleischbeilagen, Frühlingsrollen und Suppen als auch Croissants, Toast, Cornflakes und Joghurt. Gefühlt eine morgendliche Reise durch alle Geschmacksrichtungen.
Gut gestärkt ging es dann in den Linienbus für eine anderthalb stündige Fahrt an der Küste entlang zu unserem ersten Ziel für den Tag. Daniel und ich wollten nämlich an unserem zweiten Tag die östliche Seite der Insel erkunden.

Den ersten Stopp legten wir am Pyoseon Haevich Strand ein. Es war super windig und daher auch super kalt. Das Wasser war dafür kristallklar und hatte teilweise eine türkisfarbene Färbung – wunderschön. Auf dem Weg am Strand entlang konnten wir zahlreiche Skulpturen und Figuren bewundern.

Aber wir waren nicht gekommen, um uns den Strand anzuschauen. Unser eigentliches Ziel war das Jeju Folk Village – also ein traditionelles koreanisches Dorf. Nach einem Blick auf die Eintrittspreise entschieden wir uns allerdings gegen die Besichtigung des Dorfes. Den Eintritt empfanden wir als zu teuer, um uns ein nachgebautes Dorf anzuschauen. Wenn es noch die Originalbauten gewesen wären, hätte ich es mir vielleicht noch überlegt. Aber das Dorf war nur eine Nachbildung.

Daher wollten wir uns zum zweiten Ziel des Tages aufmachen. Die Busse fahren auf Jeju nur leider nicht so häufig wie in den Großstädten von Korea. Es war also mal wieder warten angesagt. Als wir so an der Bushaltestelle standen, kam auf einmal ein Mann auf uns zu, den ich aufs Alter meiner Eltern schätzen würde. Er fragte uns auf Englisch, wo wir herkommen würden und als er hörte, dass ich Deutsche bin, schwärmte er mir vor, wie toll doch deutsche Schlagermusik sei und ratterte gleich eine komplette Liste von deutschen Schlagersängern runter. Zu dumm nur, dass ich leider so gar kein Schlager-Fan bin. Ich kannte die meisten Namen zwar – dank meiner Eltern – aber da hörte mein Wissen bereits auf. Der Mann verabschiedete sich dann auch schnell wieder.

Vom Strand reisten wir dann mit dem Bus quer über die Insel zur Manjanggul Höhle. Dabei mussten wir einmal umsteigen. Nur leider stockte KakaoMap im entscheidenden Moment und daher verpassten wir unsere Haltestelle zum Umsteigen. Das hat uns ziemlich viel Zeit gekostet, da die Haltestellen auf der Insel doch sehr weit auseinander liegen und wir, um unseren Fehler auszumerzen, zwei weitere Busse nehmen mussten, auf die wir jeweils einige Minuten warten mussten.
Wenn man Daniel fragt, was sein Highlight auf Jeju war, dann lautet seine Antwort: „Der 711-1 Bus!“. 🙂 711-1 war die Busnummer von dem Bus direkt zur Höhle hin. Es handelte sich dabei um einen kleinen süßen Bus, dessen Busfahrer die Ruhe weg hatten. Während der Fahrt hielt der Bus auf einmal auf einer kleinen Schotterfläche an und der Fahrer sagte etwas zu uns Fahrgästen auf Koreanisch. Ich habe nur „… fünf Minuten …“ verstanden und daraus geschlossen, dass wir eine Pause für fünf Minuten einlegen würden. Dem war auch so. Die Pause diente dem Fahrerwechsel. Der neue Fahrer setzte sich also auf den Fahrersitz, erledigte in aller Ruhe ein bisschen Papierkram, suchte den richtigen Radiosender, zog sich seine Maske an und weiter ging die Fahrt. Im Bus waren übrigens noch zwei weitere männliche Fahrgäste. Und wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich mich ein bisschen mulmig gefühlt. Der eine schaute nämlich ein bisschen zu lange einem jungen Mädchen nach, als sie ausstieg und der andere Fahrgast war fast komplett vermummt. Er trug ein Tuch über Mund und Nase, hatte einen Hut auf, einen Wanderstock dabei und erinnerte mich ungut an die Bösewichte aus K-Dramas.

Bei der Manjanggul Höhle handelt es sich um eine Lavaröhre, die zwischen sieben und neun Kilometer lang ist (gefühlt gibt jede Quelle eine andere Zahl an), an manchen Stellen bis zu 23 Metern weit und bis zu 30 Metern hoch ist. Die Höhle scheint wohl noch in einem sehr guten Zustand zu sein und daher ist sie für die Wissenschaft von großer Bedeutung. Als Besucher kann man allerdings nur einen Kilometer der Höhle betreten. Es war eine interessante Erfahrung, durch die Höhle zu laufen, aber ich persönlich fand die Beleuchtung etwas ungünstig. Die Lichtquellen waren nämlich fast nur auf den Weg gerichtet und weniger auf die Wände, die es ja eigentlich zu bewundern galt. Ich bin mir sicher, dass die Höhle um einiges majestätischer wirken würde, wenn man die Beleuchtung anders einrichten würde.


An den Wänden konnte man Fließlinien und Lavaformationen sehen. Mich hat das ganze an meine Zeit an der Hochschule erinnert, wo wir viel über Kunststoffspritzguss geredet haben und das Fließverhalten der Schmelze analysiert haben. In der Lavaröhre hat eigentlich nichts anderes stattgefunden- nur in einem anderen Größenverhältnis.
Am Ende des für Besuchers zugängigen Teil der Höhle konnte man noch eine fast acht Meter hohe Lavasäule bewundern.

Wieder im Tageslicht angekommen, trug ich Daniel auf, die Navigation zu übernehmen, um an unser nächstes Ziel zu gelangen. Nach einem Blick auf die möglichen Busrouten fragte Daniel mich, ob wir nicht lieber ein Taxi nehmen wollen? Genau in dem Moment hielt ein Taxi neben uns. Ich fragte den Fahrer, wie viel die Fahrt kosten würde und er meinte, dass das Taximeter das bestimmen würde. Daraufhin entschied ich mich gegen dieses Taxi, da mir einfiel, dass es verschiedene Arten von Taxis in Korea gibt, die jeweils auch einen preislichen Unterschied mit sich bringen. Ich wollte daher lieber ein Taxi über die App bestellen, um auf Nummer sicher zu gehen. Als ich mich abwendete, rief der Taxifahrer uns allerdings einen Festpreis zu, den wir als angebrachten ansahen. Also stiegen wir ein und in rasanter Fahrt ging es zu unserem nächsten Ziel. Die Fahrt hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert. Beim Bezahlen gab es dann allerdings eine kleine Unstimmigkeit. Normalerweise ist es in Korea absolut kein Problem, im Taxi per Karte zu bezahlen. Der Fahrer wollte allerdings nur Bargeld sehen. Problem war nur, dass ich gar kein Bargeld mehr hatte und Daniel nur die Hälfe des Fahrpreises in bar aufweisen konnte. Der Taxifahrer war darüber gar nicht glücklich. Er wollte die Fahrt wohl nicht offiziell verbuchen und sich das Geld lieber in die eigene Tasche stecken. Zu dumm nur, dass Daniel und ich keine „normalen“ Touristen waren und daher nicht mit so viel Bargeld rumliefen, wie es „herkömmliche“ Touristen vielleicht tun. Am Ende hat er dann die Hälfte des Preises in bar akzeptiert und die andere Hälfte haben wir per Karte bezahlt. Keine Ahnung, wie er das bei sich dann verbucht hat.

Das war uns aber bei dem Anblick, der sich uns bat, auch schnell ziemlich egal. Wir standen nämlich direkt vorm Seongsan Ichulbong – eine vulkanisch entstandene Landerhebung, die schon eher wie ein Vulkankrater aussah. Bevor wir dort allerdings hinauf klettern konnten, mussten wir erst einmal etwas gegen unsere hungrigen Mägen tun. Seit dem Frühstück hatten wir nämlich nichts mehr gegessen und es war bereits später Nachmittag. Daniel entdeckte ein kleines Burger-Restaurant, das nur ein Meter entfernt war. Das Gute an Restaurants in Korea ist, dass es fast immer auch eine Ladestation für Handys gibt. Mein Handyakku war nämlich nach dem ganzen Navigieren bereits ziemlich ausgelaugt.
Nach dem Essen sind wir den Anstieg auf Seongsan Ichulbong angegangen. Der hat nicht allzu lange gedauert, hat aber mal wieder sehr viele Stufen beinhaltet. Die Aussicht war es aber auf jeden Fall wert. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick auf Jeju bei wunderbaren Lichtverhältnissen. Der höchste Berg Koreas hat sich zwar mal wieder in den Wolken versteckt, aber das hat der Schönheit keinen Abbruch getan. Jedes mal, wenn ich Lichtstrahlen durch eine Wolkendecke strahlen sehe, werde ich unweigerlich an den Heiligen Geist und an Gottes Größe erinnert. Ich weiß auch nicht warum, aber so ist es.
Für mich war dieser Ausblick auf jeden Fall das Highlight der Reise.

Beim Abstieg haben wir noch einen kleinen Umweg zu einer Bucht mit schwarzen Sand gemacht. Ich war bis jetzt noch nie an einem schwarzen Strand und wollte daher unbedingt dort hin. Daniel war zwar nicht so begeistert, da er es nicht mag, auf dem Sand zu laufen, aber er ist trotzdem mitgekommen. Das hatte den Vorteil, dass ich in seine Fußspuren treten konnte und ich dadurch nicht im Sand eingesunken bin. 🙂

Die Bucht war mein zweites Highlight der Reise und ich hätte da ewig stehen können. Aber wir haben dann doch bald den Rücktritt zu unserem Hotel angetreten. Die Busfahrt dauerte fast zwei Stunden und nach einem kurzen Stopp in einem Convenience Store, um uns mit Snacks für den Abend einzudecken, waren wir froh, endlich wieder im Hotel zu sein.

Was wir an den anderen beiden Tagen erlebt haben, erfahrt ihr dann im nächsten Beitrag …

Ein Gedanke zu „Von Palmen und Schnee (Part I)

  1. Wieder ein Bericht, wo man das Gefühl hat dabei gewesen zu sein. Genieße noch die Tage die du vor dir hast und speichere die Erinnerungen in dir ab.
    Lieben Gruß dein Papa

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